DIE ZUKUNFT DER LEBENSMITTELINDUSTRIE

WANDEL
ZUM BESSEREN.

Wann ist ein Ei kein Ei? Fragen Sie jeden Verbraucher, der die Wahl hat zwischen Bio-Eiern, Freilandeiern oder auch braunen und weißen Eierschalen, und er wird sich nie ganz sicher sein. Noch besser: Fragen Sie die Landwirte und Verarbeiter, deren Geschäfte und Existenzen davon abhängen, durch die manchmal tückischen Wege von gesetzlicher Kontrolle, Verbraucherpräferenzen und den Anforderungen eines effizienten und damit profitablen Geschäfts zu navigieren. Die meisten von uns leben in Städten und tendieren dazu, die gigantische industrielle Wertschöpfungskette, welche frische Eier in unzähligen Farben und Verpackungen aus verschiedenen Quellen in unsere Supermärkte liefert, zu verkennen. Dennoch ist die Geschichte vom Ei beispielhaft für die gesamte Lebensmittelindustrie, welche sich als Reaktion auf eine Reihe von rechtlichen, technologischen und kundenspezifischen Anforderungen angepasst, modifiziert und manchmal auch transformiert hat. Es kann schwierig genug sein, die hohen Erwartungen der Verbraucher hinsichtlich Erzeugung, Verarbeitung, Geschmack und Preis zu erfüllen; was diese Branche jedoch noch komplexer macht, ist, das sich diese Erwartungen in relativ kurzen Zeiträumen drastisch ändern können.

Unsere „Henne-zum-Ei-zum-Omelett“-Erwartungshaltung ist dafür ein typisches Beispiel. In vielerlei Hinsicht, ist es immer das gleiche. In anderer hat es sich total verändert, vor allem in Bezug auf die Backend-Produktionsprozesse, welche die Verbraucher nie sehen, die jedoch als Ergebnis der sich ändernden Vorlieben und gesetzlichen Rahmenbedingungen durch unzählige Evolutionsstufen gegangen sind. Es ist keine Überraschung, dass heute Geflügelhalter zur Bewältigung dieser Herausforderungen zunehmend IIoT-Sensoren einsetzen, um ihre Hühner zu überwachen und sicherzustellen, dass sie gesund und glücklich sind und entsprechend den Vorgaben wachsen und Eier legen. Die Einführung von Hightech-Lösungen für die Probleme von Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie ist an sich nichts Neues. Große Industrieunternehmen machen dies bereits seit Jahrzehnten. Allerdings bedeutet die Verfügbarkeit von so vielen kostengünstigen Hightech-Systemen, dass auch viel kleinere Produzenten miteinsteigen können.

INNOVATION.

LEBENSMITTELVERARBEITUNG ALS XAAS-MODELL

Wie ein kurzer Blick in jedes Einkaufzentrum und jede Geschäftsstraße zeigt, scheint Kaffee die Rolle der Religion als Opium für das Volk übernommen zu haben. illy Coffee aus Triest entwickelt sich seit dem frühen 20. Jahrhundert zu einem der Hauptakteure und Innovatoren in der Beschaffung, Verpackung und dem Vertrieb von Kaffee. Seine neuesten Innovationen waren jedoch im Bereich von Kaffee- und Kaffeehardware-as-a-Service und As-a-Geschäftsmodell. illy liefert nicht nur Kaffee und Kaffeepads an einzelne Verbraucher, Geschäfte und Büros (neben Pad-Recyclingverpackungen, wohlgemerkt), das Unternehmen kreiert auch eigene Signature-Café-Bars für Kunden schicker Kaufhäuser oder Leasing-Kaffeemaschinen in individuell zugeschnittenen Paketen, die sich für jeden großen professionellen Kunden eignen. Das Service-Element ist in ein Angebot verpackt, welches Barista-Ausbildung, Café-Managementschulungen und sogar historische Vorträge über die Marke illy und Kaffeebohnen an deren Akademie in Triest beinhaltet. illy Coffee ist nicht länger eine Marke, sondern ein Service-Anbieter. Einer, der seine Produktion und Verarbeitungskette in ein Geschäftsmodell für andere transformiert hat.

GELEGENHEIT.

OPTIMIERUNG DER PRODUKTIONSLINIE MIT IIOT-TECHNOLOGIE

Nicht jedes Unternehmen kann oder will sich der XaaS-Technologie öffnen. Der größte Teil der Lebensmittelverarbeitung ist stark in den traditionellen industriellen Produktions- und Distributionsmodellen verankert. An diesen Punkten haben die Preissensitivität der Verbraucher und die sich wandelnden gesetzlichen Rahmenbedingungen den größten Einfluss. Die Innovation und Bereitstellung von bezahlbaren Sensoren in den Maschinen und Produktionslinien revolutionieren buchstäblich die Instandhaltungs- und Effizienzbelange der Lebensmittel- und Getränkeproduktion. Auch kleinere Firmen können nun von einer höheren Maschinenverfügbarkeit und erhöhter Produktion aufgrund von vorausschauender statt reaktiver oder geplanter Wartung profitieren. Kostengünstige Sensoren und erheblich billigere Systeme zur Datenerfassung und -verarbeitung aus der Ferne, die in Echtzeit bereits gefilterte Daten in verständlicher Form dargestellt via Cloud oder anderen Softwaresystemen für mobile und Desktop-Nutzer bereitstellen, wurden zur Visitenkarte der wachsenden Möglichkeiten für IT-Lösungen für bautechnische und industrielle Probleme. Die Zugänglichkeit zu einem cloudbasierten, computergestützten Instandhaltungsplanungssystem (CMMS) ist der Dreh- und Angelpunkt bei der IT-Migration von gewerblichen auf industrielle Anwendungen.

VEREINIGT.

VERNETZTE INDUSTRIELLE GERÄTE

In Wirklichkeit stehen innerhalb der Lebensmittelindustrie Tür und Tor für innovative IIoT-Anwendungen weit offen. Es ist nicht überraschend, dass der äußerst wettbewerbsorientierte und technologiefreundliche US-Markt oft mit gutem Beispiel vorangeht. Nehmen Sie Ward Aquafarms in Maine als Beispiel. Es handelt sich um einen relativ bescheidenen Aquakulturbetrieb mit einer Größe von 4 Hektar, der zur Maximierung der Qualität und Quantität seiner Produktion mit Verizon zusammengearbeitet hat, um seine Leistungskette mithilfe der Verwendung von Satellitenbildern und Track-and-Trace-Technologien technologisch aufzuwerten, wodurch die gesamte Wertschöpfungskette effektiv digitalisiert wurde. Die gesamten Betriebsabläufe, von der Aufzucht von Austern bis hin zu IIoT-Technologien und einer Kundenschnittstelle, erscheinen als ein einziger nahtloser und durchgängiger Vorgang – es handelt sich nicht länger um eine industrielle Produktionslinie.

Auch Europa besitzt seine Innovatoren. Nehmen Sie die mittelständische italienische Minerva Omega Group, die in verschiedenen Sektoren der Lebensmittelindustrie, wie Kantinen, Krankenhäuser, Einzelhandel und Verarbeitungslabore für Supermärkte, angesiedelt ist. Um Billigkonkurrenten aus weit entfernten Ländern wie Asien abzuwehren, entschied sich Minerva Omega dazu, mit IIoT den Sprung ins kalte Wasser zu wagen, und gründete ein Spin-Off-Unternehmen, welches ausschließlich an der Entwicklung von IIoT- und Man-2-Machine-Lösungen arbeitet, um die Effizienz zu verbessern. Das Wagnis hat sich gelohnt: Die Wissenschaftler kamen auf die Idee von NEMOSY – NExus MOnitoring SYstem (Nexus-Überwachungssystem), einem Softwaresystem, das den gesamten Wartungszyklus steuert, einschließlich Berichterstattung und Dokumentation der Maschinen. Die Daten werden anschließend über die Cloud für mobile und andere Geräte zur Verfügung gestellt. Die Maschinen „sprechen“ jetzt miteinander und mit ihren Ingenieuren und vernetzen verschiedene Standorte auf der ganzen Welt.

GANZHEITLICH.

WIE IoT DIE LEBENSMITTELVERARBEITENDE INDUSTRIE BEEINFLUSST

Das IIoT hat nicht nur „Einfluss“ auf die Lebensmittelverarbeitung; es erzwingt einen Paradigmenwechsel, wie wir über Verbindungen innerhalb der Lebensmittelverarbeitungskette denken und diese einsetzen. Dies geschieht sowohl in Bezug auf Geschäftsmodelle, die Food-Service als Geschäftsmodell anbieten, als auch hinsichtlich der Vielzahl von Software- und Hardware-Lösungen, die in jeglicher Hinsicht Maschinen in Cyborgs verwandeln. IIoT macht die Lebensmittelverarbeitung billiger, sicherer sowie kunden- und herstellerfreundlicher. Es hilft ebenfalls bei der Weiterqualifizierung von Arbeitskräften in der Verwendung von Technologien. Maschinen ersetzen nur Menschen, die nicht darin ausgebildet sind, diese zu bedienen.

Der entscheidende Punkt ist jedoch, den Paradigmenwechsel zu verstehen und herauszufinden, wie Sie das IIoT in Ihren Betriebsabläufen einsetzen können. Cloud-Computing mag die Branche beeinflussen, jedoch nur diejenigen, die die Möglichkeiten der Cloud sehen und diese mit dem dazu benötigten technischen, geschäftlichen und ingenieurfachlichen Verstand ergänzen, können ein leistungsstarkes und ganzheitliches Paket liefern.

Die Zeit des Huhns in Legebatterien ist hoffentlich bald abgelaufen, zumal Bedenken der Verbraucher sowie Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften zusammen mit gesetzlichem Druck begonnen haben, die schlimmsten unserer lebensmittelproduzierenden Praktiken zu verbannen. Das 21. Jahrhundert wird weder das Ei noch einen italienischen Espresso oder die Auster neu erfinden – was gibt es daran schließlich zu verbessern? Es kann jedoch zu der Ära werden, in der wir Prozesse identifizieren, die ausgeweitet und verbessert werden können, um einen Wettbewerbsvorteil auf dem Markt zu erhalten und auf die Sensibilitäten der Verbraucher zu reagieren. Es kann auch ein Bereich sein, in dem die Produktionslinien selbst in den Service integriert werden können. Die Gelegenheit in der Lebensmittelindustrie ist günstig, um mit transformativen Prozessen voranzugehen, welche einen enormen Einfluss darauf haben werden, wie Verbraucher das Enderzeugnis wahrnehmen und darauf reagieren.

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