DAS RAD
NEU ERFINDEN.

Das Auf und Ab unserer Liebe oder gar Hassliebe zu Autos beeinflusst nicht nur unsere Verkehrsmittel- und Kaufentscheidungen, sondern hat auch radikale Auswirkungen auf die Art und Weise, wie urbane Gebiete konzipiert und konstruiert werden. Straßen, Fahrzeuge und Parkplätze bilden zu Beginn eines jeden Projektes grundlegende Elemente in den Köpfen aller Stadtplaner auf der ganzen Welt. Und doch sind es die Bedenken bezüglich der Autos – Staus und die Auswirkungen ihrer allgegenwärtigen Präsenz auf Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität der Stadtbewohner und Pendler – welche die Technologie- und Industrieunternehmen in den Bereich der Stadtplanung miteinbeziehen.

GEMEINSAME
ZUKUNFT.

CARS-AS-A-SERVICE

„On-Demand“-Service und Verbrauchermodelle sind keine neuen Konzepte in der Transportbranche. Die Familie Thurn und Taxis machte in Europa ihr Glück einst mit der Erfindung eines sicheren Transportnetzwerkes als Pay-as-you-go-Modell. Zurück in der Gegenwart, finden Sie mit Carsharing ein mehr ganz so neues Phänomen, das in Städten auf der ganzen Welt an Verbreitung (und zunehmender Sichtbarkeit) gewinnt. In vielen entwickelten Ländern versuchen Stadtplaner mit allen Mitteln, die Anzahl der Autos auf ihren Straßen zu reduzieren. So wollen sie zum Beispiel die Verbraucher überzeugen, auf den Luxus eines nicht genutzten, vor der Tür parkenden Autos zu verzichten und von einer viel günstigeren Carsharing-Option in ihrer Nachbarschaft Gebrauch zu machen. Die Zahlen sprechen für sich: Im Jahr 2016 gab es geschätzte 44 Millionen Carsharing-Benutzer in den USA; bis 2021 wird sich diese Zahl auf über 86 Millionen verdoppelt haben.

Carsharing ist nur möglich dank digitaler IIoT-Lösungen, welche die Autos überwachen, deren Position und Sicherheitsmerkmale in Apps hochladen oder Defekte und Wartungsprobleme im Wagen selbst erkennen. Schlussendlich könnten autonom fahrende Autos, die umstrittenste Idee der Automobilbranche des letzten Jahrzehnts, eines Tages viele der Carsharing-Optionen ersetzen. Sogar Taxis und zahlreiche öffentliche Verkehrsmittel könnten durch selbstfahrende Hightech-Technologien ersetzt werden.

ELEKTRISCHE
TRÄUME.

HERSTELLUNG DER AUTOS DER ZUKUNFT

Die unaufhaltsame Entwicklung in Richtung selbstfahrender Autos und die Zunahme der Carsharing-Optionen führen auch zu drastischen Neuerungen in der Automobilindustrie. Auf der einen Seite zwingen Umweltschutzbedenken (und Vorschriften) die Hersteller zur Abkehr von Verbrennungsmotoren hin zu elektrischen Lösungen, auf der anderen Seite drängen durch Carsharing und On-Demand-Lösungen völlig neue Spieler ins Feld der Automobilindustrie (Apple, Google und Co). Elektroautos erfordern zusätzlich die Entwicklung von Batterietechnologien, Stromspeichern und Ladestationen, eine völlig neue Herausforderung für Hersteller und Stadtplaner. IIoT-Lösungen sind der Schlüssel zur Erschließung der Möglichkeiten, zumal digitalisierte Überwachung, Instandhaltung und Sicherheitssysteme benötigt werden, um die Entwicklung eines elektrischen Netzwerks zu erleichtern, das eine ausreichende Abdeckung besitzt, um Elektrofahrzeuge und Carsharing selbst für überzeugte Autoliebhaber zu einer attraktiven Alternative zu machen.

INNOVATOREN.

INNOVATIONEN IN DER AUTOMOBILINDUSTRIE

Kaum eine Woche vergeht ohne die Ankündigung einer neuen technologischen Entwicklung oder Innovation in Verbindung mit Elektroautos oder Service-Modellen, die auf IIoT-Systemen beruhen. Wir können heute sogar Autos mithilfe von 3D-Druckern bauen. Vor etwa vier Jahren wurde das erste Fahrzeug – der Zweisitzer Strati – innerhalb von nur 44 Stunden von einem 3D-Drucker aus kohlefaserverstärktem Kunststoff gedruckt. Neue 3D-Drucker könnten sogar das Fahrgestell drucken. Es wird natürlich noch einige Zeit dauern, bis Sie Ihren eigenen Ferrari von einer Website herunterladen und ausdrucken können, aber das Beispiel zeigt, dass die Automobilhersteller sich diesen neuen Möglichkeiten öffnen müssen, um den Zukunftsmarkt nicht an neue Hightech-Mitbewerber zu verlieren. Drop-Shipping, Diversifizierung der Märkte und regulatorische Änderungen haben ebenfalls Einfluss auf die traditionellen Modelle der Automobilherstellung. Jedes Unternehmen, das aktuell auf einem großen Bestand von unverkäuflichen Dieselfahrzeugen sitzt, ist sich der Risiken im Zusammenhang mit der Logik der traditionellen Automobilherstellung nur allzu gut bewusst.

relayr hat sich mit Aluvation zusammengeschlossen, um dessen revolutionäres „Manufacturing-as-a-service“-Modell, das den Transport seiner Produktionslinien zur Wärmebehandlung von Aluminium zum Endkunden vorsieht, zu optimieren. Dieses Verfahren bedeutet für die Kunden Platz- und Kosteneinsparungen, da diese die Produktionslinie nur für die Zeit bestellen, in der sie sie auch benötigen. Der revolutionäre Aspekt dabei ist die Idee, dass es in der Zukunft tatsächlich eine effiziente und kostengünstige On-Demand-Produktion von Fahrzeugen auf lokaler Ebene geben könnte. Aluvation braucht etwa eine Woche, um seine mobile Wärmebehandlungsanlage aufzustellen, wohingegen ein Unternehmen traditionell sechs bis zwölf Monate mit einer solchen Konstruktion beschäftigt ist. In Anbetracht dieses Fortschritts könnte das Herunterladen und Ausdrucken des Sportwagens, den Sie sich schon immer gewünscht haben, schneller möglich sein als die meisten von uns erwarten.

DIGITALER
TRANSPORT.

EFFIZIENZ IN DER AUTOMOBILHERSTELLUNG

Während wir auf diese Zukunft warten, gibt es in der Automobilindustrie hinsichtlich der Effizienzsteigerung und Verbesserung der Kunden- und Marktorientierung weiterhin fast unbegrenztes Potential. Eine erhöhte Effizienz bedeutet natürlich billigere und zuverlässigere Autos. Bei der Digitalisierung der Automobilindustrie geht es nicht nur um Einsparungen, sondern auch um den Einbau von Systemen, die Instandhaltungs- und Konstruktionsverfahren betreffen. Intelligente Autos werden im Laufe der Zeit immer besser, da es immer weniger Fehler gibt. Es versteht sich von selbst, dass eine höhere Effizienz in der Produktion ebenfalls die verwendeten Materialien reduziert und die Verschwendung von Ressourcen minimiert. Renault begann vor Kurzem damit, seine Autobatterien zu recyceln, indem es sie an Powervault, einen Entwickler von Stromspeicherlösungen für private Haushalte, verkauft. Powervault nutzt die Batterien zur Speicherung von Strom zu Schwachlastzeiten, der zu Spitzenzeiten wieder ins Netz eingespeist wird. IIoT-Technologien und laufende Innovationen erschaffen neue Service- und Geschäftsmodelle (Rückkauf und Wiederverkauf von Geräten) und erleichtern die Speicherung von Energie (Überwachung der Energiestände an verschiedenen Speicherorten).

Sogar traditionelle Teilehersteller und Zulieferer können enorm von der Digitalisierung profitieren. Unter Berücksichtigung des oben beschriebenen Durchbruchs von Aluvation, können das Nachrüsten von Produktionslinien und die Visualisierung von bestehenden Produktionsprozessen aus einem Autohersteller ein dynamischeres und zukunftsorientiertes Unternehmen machen. Effizienz und Einsparungen können Managern die Kontrolle über die Produktion und die Möglichkeit verleihen, neue Geschäftsmodelle oder Produktlinien zu erkunden.

Die digitale Transformation beinhaltet nicht nur die Verbesserung der Automobilherstellung oder der Fahrsicherheit, sie verändert ebenfalls die Art und Weise, wie wir Städte bauen und in ihnen leben. Obwohl viele Impulse für diese Veränderungen aus den negativen Folgen der Fahrzeuge auf die städtischen Zentren herrühren, verbinden uns die neuen Technologien mit einer Zukunft, in der Autos und Automobilhersteller, die Menschen sowie die kampfbereiten Stadtplaner gemeinsam von der digitale Transformation des Verkehrswesens profitieren werden.

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