31 Mai, 2022

RELAYR-STUDIE: ENTSCHEIDER DER DEUTSCHEN INDUSTRIE SETZEN AUF EQUIPMENT-AS-A-SERVICE ALS ZUKUNFTSMODELL FÜR DEN MASCHINENBAU.

  •  86 % der befragten Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau setzen sich bereits aktiv mit dem Thema EaaS auseinander. 
  • Haben sich Entscheider einmal damit beschäftigt, entscheiden sich 4 von 5 (80 %) auch für die Entwicklung eigener EaaS-Modelle. 
  • 54 % aller befragten Maschinenbauunternehmen befinden sich derzeit in der Planung oder Entwicklung eigener Angebote. Die künftigen Anbieter starten innerhalb der nächsten zwölf Monate. 14 % haben bereits eigene EaaS-Angebote am Markt. 
  • Auch die Nachfrage steigt: Bereits ein Viertel der Nutzer von Maschinen und Anlagen plant eine Umstellung auf EaaS-Modelle, mehrheitlich innerhalb der nächsten zwölf Monate. 

Berlin, 31. Mai 2022: Im Zuge der fortschreitenden Servitization im Maschinen- und Anlagenbau setzen Entscheider der deutschen Fertigungsindustrie verstärkt auf Equipment-as-a-Service (EaaS) als zukunftsfähiges Vertriebs- und Geschäftsmodell. Das verdeutlicht die heute veröffentlichte Studie des IIoT-Unternehmens relayr, ein Unternehmen der Munich Re Group, in Kooperation mit dem Marktforschungsinstitut forsa. Maschinenbauunternehmen, die sich bereits mit EaaS befassen, entscheiden sich mit eindrucksvoller Mehrheit für eine Umsetzung des Modells (80 %). Mehr als die Hälfte (61%) der Maschinenbauer, die aktuell ein EaaS-Modell entwickeln, plant den Entwicklungsstart schon innerhalb der kommenden 12 Monate. Drei Viertel aller Befragten sind dabei auf die Unterstützung externer Partner angewiesen. 

Im Fokus der im April 2022 durchgeführten Studie „Equipment-as-a-Service in der Fertigungsindustrie“ steht die Perspektive von Entscheidern aus Unternehmen verschiedener Branchen der produzierenden Industrie in Deutschland. Befragt wurden Unternehmen, die Maschinen und Anlagen herstellen (Anbieterseite), ebenso wie die Nutzer der Maschinen: Die Studienergebnisse bieten Einblicke in den aktuellen Stand der Anwendung von EaaS-Modellen, die Treiber und Potenziale für die Industrie und die Unternehmen selbst sowie den aktuellen Grad der Umsetzung. Darüber hinaus wurden die Einschätzungen der Unternehmen in Hinblick auf ihre eigene Bereitschaft bzw. die vorhandenen Voraussetzungen für den Einsatz von EaaS im Unternehmen, die Herausforderungen auf dem Weg der Umsetzung und die Bedürfnisse der Entscheider bei deren Bewältigung untersucht. 

Die Mehrheit deutscher Maschinenhersteller plant den Start von EaaS Modellen innerhalb der nächsten 12 Monate 

Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass EaaS in der nahen Zukunft der Industrie eine entscheidende Rolle spielen wird. Zum Zeitpunkt der Befragung bieten erst 14 % der befragten Maschinenbauer ein EaaS-Modell am Markt an, doch 54 % befinden sich bereits in der konkreten Planung und Entwicklung. Von denjenigen, die bereits EaaS-Modelle am Markt haben, bieten 94 % Services begleitend zu ihren Maschinen an. Weitere 50 % sind weiter fortgeschritten und bieten bereits ausgewählte Assets oder Anlagengüter über ein EaaS-Finanzierungsmodell wie beispielsweise Pay-per-Part oder Pay-per-Use an. 11 % der jetzigen Anbieter setzen sogar komplett auf den Servitization-Trend und haben bereits ihr gesamtes Geschäftsmodell vollständig auf die EaaS-Finanzierungsmodelle umgestellt. Die Entscheider, die den Einsatz von EaaS-Modellen momentan planen, geben zu jeweils zwei Dritteln an, begleitende Services für ihre Maschinen (64 %) und auch ausgewählte Assets über ein EaaS-Modell (64 %) anbieten zu wollen. 

Steigende Nachfrage auf Seiten der potenziellen EaaS-Nutzer zu erwarten 

Viel Potenzial für die kommenden Monate liegt auf der Seite der Nutzer von EaaS-Modellen. Obwohl 35 % dieser Gruppe sich mit EaaS noch nicht befasst haben und gerade 11% EaaS-Angebote umsetzen, plant immerhin ein Viertel der Befragten die zeitnahe Umstellung. Nachholbedarf zeigt sich auch in den Antworten dieser Gruppe auf die Frage, was sie zur Überwindung von Hindernissen bei der Umsetzung aktuell am meisten benötigen: 43 % wünschen sich generell mehr Know-how über EaaS-Modelle, darüber wie diese funktionieren und welche Anbieter es auf dem Markt gibt. Weitere 41 % benötigen sogar mehr Wissen zu den in EaaS inkludierten Predictive Maintenance- und Remote Service-Möglichkeiten. 

Die Bedeutung von EaaS für die Industrie basiert auf einem Set von Vorteilen und Verbesserungen 

Nach den drei wesentlichen Treibern für EaaS-Modelle innerhalb ihrer Industrie befragt, zeichnen die Entscheider ein sehr ausgewogenes Bild. Hinsichtlich der Bedeutung der Vorteile, die sie mit dem Einsatz von EaaS für die Branche im Allgemeinen und ihr Unternehmen im Speziellen verknüpfen, steht die mit EaaS einhergehende finanzielle Planung am häufigsten auf Platz eins (30 % der Befragten). Für die Kunden der Maschinenhersteller entfällt im Rahmen von EaaS-Modellen die Aufwendung umfangreicher Investitionen und damit die langfristige Bindung von Kapital. Außerdem werden die Maximierung der Uptime von Maschinen, die möglichst effiziente Nutzung des Equipments, die Intensivierung der Kundenbeziehung, der Wechsel von CAPEX zu OPEX sowie dadurch erzielte Wettbewerbsvorteile von jeweils mehr als 20 % der Befragten unter den drei wichtigsten Anreizen genannt. Als beinahe ebenso bedeutend (mit 19% unter die drei wichtigsten Faktoren genannt) bewerten die Entscheider den Vorteil, dass dank EaaS innovative Produkte und Technologien schneller ihren Weg in die Industrie finden. 

Verbesserung der Maschinen und Anlagen: die relevantesten Vorteile für Maschinenbauer 

Mit Blick auf das eigene Unternehmen erscheint die Möglichkeit, auf Basis generierter Nutzungsdaten die eigenen Maschinenfunktionen, -kapazitäten und -operationen anpassen und somit verbessern zu können, als wichtigster Anreiz für die Entscheider. 39 % der Maschinenhersteller nennen diesen qualitativen Vorteil, der nicht nur ihnen selbst klare Wettbewerbsvorteile bietet, sondern auch den Kunden nachhaltig zugutekommt, unter den drei bedeutendsten Motiven. Selbst die etwas seltener genannten Vorteile landen noch bei jeweils mehr als einem Viertel der Befragten auf den obersten drei Rängen: die Möglichkeiten zur Implementierung von Condition Monitoring und Predictive Maintenance, die z. B. Betriebszeitgarantien ermöglichen, und die Perspektive, die Unternehmensumsätze durch die Übernahme von After-Market-Dienstleistungen zu erhöhen (je 26 %). 

Technik auf dem neusten Stand: die relevantesten Vorteile für Nutzer von Maschinen und Anlagen 

Für die potenziellen Nutzer von EaaS-Modellen ist ebenfalls eine ganze Reihe von Vorteilen relevant. Einer der wichtigsten Anreize ist es für 24 %, das Equipment mithilfe von EaaS stets auf dem neusten Stand der Technik zu halten. Fast genauso wichtig sind für diese Gruppe die Möglichkeit Predictive Maintenance und Condition Monitoring sowie der Umstand, dass das operative Risiko weitgehend beim Maschinenanbieter verbleibt (je 23 %). Auch das Vermeiden größerer Kapitalinvestitionen und die Uptime-Garantien im Rahmen von EaaS sind reizvolle Faktoren (je 21 %). 

Blick in die Zukunft: Unternehmen benötigen Partner, um ihre Pläne so zeitnah wie geplant umzusetzen 

Auf Seite der potenziellen Anbieter von EaaS-Modellen gibt beinahe die Hälfte (45 %) der Befragten an, bereits über einen angemessenen Grad der Digitalisierung der Maschinen zu verfügen. 61 % von ihnen planen die Umsetzung bereits in den nächsten 12 Monaten. Auf Nutzerseite erwägen sogar 63 % in den nächsten 12 Monaten auf ein EaaS-Modell umzusteigen. Allerdings äußern beide Seiten Bedarf an Unterstützung in dieser Umstellung auf mehreren Ebenen. Während die Finanzierung für die potenziellen Anbieter das geringste Problem darzustellen scheint (29 %), wünschen sich 36 % eine Versicherung für das geschäftliche und operative Risiko. 41 % benötigen Unterstützung bei der Entwicklung von Condition Monitoring- und Predictive Maintenance-Systemen, 42 % bei der Generierung von 

Echtzeitdaten der Maschinennutzung. Jedes zweite Unternehmen wünscht sich Unterstützung dabei, die Nachfrage zu evaluieren. 

Auch aufseiten der Maschinennutzer kündigt sich eine steigende Nachfrage nach EaaS an. Viele von ihnen haben Bedarf an mehr Know-how, 37 % benötigen zudem Unterstützung bei der Anpassung ihrer IT-Infrastruktur und Datenarchitektur. Der Wert der Kenntnis von Voraussetzungen, Funktionsweise und Umsetzung von EaaS-Modellen wird in naher Zukunft merklich steigen. 

Jessica Poliner, CEO von relayr: „Die Ergebnisse sind in meinen Augen an vielen Stellen sehr erfreulich: Das Equipment-as-a-Service-Modell ist ein echter Paradigmenwechsel. Das EaaS-Angebot stärkt Kundenbeziehungen und ermöglicht ergebnisorientierte Verträge. So können neue Einnahmequellen und langfristige Umsatzpotenziale erschlossen werden. Wir sind froh, als Partner für die Industrie dazu beizutragen, dieses Potenzial in Zukunft zu nutzen. Mit unserer einzigartigen Komplettlösung unterstützen wir Industrieunternehmen bei der Entwicklung und Umsetzung von EaaS-Modellen. Ermöglicht wird dies durch die Kombination von individualisierten IIoT-Technologielösungen mit leistungsstarken Finanz- und Versicherungsangeboten.“ 

Alle Ergebnisse finden Sie im ausführlichen Report zur Studie auch unter folgendem Link. 

Enthalten sind neben den genannten Schwerpunkten der Studie auch Angaben der Unternehmen, die EaaS bereits einsetzen, zur Umsetzungsdauer, den eingesetzten finanziellen Ressourcen und der Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern im Rahmen ihrer Projekte. 

Über die Studie – Methodik 

Die empirische Studie „Equipment-as-a-Service in der Fertigungsindustrie“ von relayr und dem Marktforschungsinstitut forsa verfolgt das Globalziel, den Status Quo der Implementierung und Nutzung zukunftsweisender EaaS-Modelle innerhalb der deutschen Fertigungsindustrie darzustellen. Die repräsentative Stichprobe berücksichtigt 200 Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl von mehr als 100 Mitarbeitern, die im Zeitraum vom 12. – 22. April 2022 befragt wurden. Die Unternehmen operieren in Branchen der fertigenden Industrie. In der teilstandardisierten Onlinebefragung wurden gezielt Personen in Positionen mit Entscheidungsbefugnis interviewt. 

Über relayr 

Relayr ist Innovationsschmiede für das IIoT (das Industrielle Internet der Dinge). Relayr stellt seinen Kunden individualisierte, interoperable IIoT-Technologielösungen zur Verfügung und kombiniert diese mit leistungsstarken Finanz- und Versicherungsangeboten. Dadurch bietet es eine im Markt einzigartige Komplettlösung für Industrieunternehmen, vereinfacht den Weg zur Digitalen Transformation und minimiert gleichzeitig deren Risiken. Unabhängig von Ausgangspunkt der Unternehmen unterstützt relayr durch seine Expertise Hersteller, Betreiber und Dienstleistungsunternehmen sämtlicher Industriezweige beim Übergang von CAPEX- zu OPEX-basierten Geschäftsmodellen sowie bei der Entwicklung und Umsetzung von Equipment-as-a- Service Modellen. 

 

relayr Ansprechpartner für die Presse

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Global Marketing Director \ relayr.
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